Vereinfachte Registrierung für qualifizierte elektronische Signaturen durch zentrale Plattform

Swisscom Trust Services gibt im Vorfeld zur Omnisecure in Berlin bekannt, eine Plattform anzubieten, die verschiedene Partnerlösungen zur Identifikation für eine qualifizierte elektronische Signatur bündelt. Damit sind Unternehmen erstmals in der Lage, ihren Kunden eine Auswahl verschiedener Identifikationsverfahren bereitzustellen, die darauffolgend wiederholt qualifizierte elektronische Signaturen auslösen können, ohne sich erneut registrieren zu müssen. Die Einbindung unterschiedlicher Verfahren wie Videoidentifikation, Bankidentifikationsverfahren, eID Authentisierung oder RA-App (face2face Identifikation) erlauben zudem, die Bedürfnisse und Erwartungen der Nutzer stärker zu bedienen. So sind Unternehmen in der Lage, die Abbruchrate bei digitalen Transaktionen zu verringern und digitale Geschäftsmodelle effizienter zu gestalten.

„Mit unserem Smart Registration Service beseitigen wir für Unternehmen den größten Stolperstein beim Abschluss einer elektronischen Signatur. Der Medienbruch, der mit einem Identifikationsprozess einhergeht, lässt Kunden häufig einen Abschluss abbrechen, da er zu langwierig, umständlich oder mit bestimmten Anforderungen verbunden ist, die der Kunde nicht erfüllen kann oder will,“ sagt Marco Schmid, Head of International Expansion Strategy bei Swisscom Trust Services. „Durch die Bereitstellung verschiedener online Verfahren und die Möglichkeit, bei einmaliger Registrierung mehrfach je nach Wunsch per Fingerprint, FaceID oder Passworteingabe signieren zu können, verbessern Unternehmen die Nutzererfahrung ihrer Kunden und können sie länger an sich binden.“

Einmalige Registrierung für beliebig viele Signaturen

Der Identifikationsprozess, der für eine qualifizierte elektronische Signatur vorgeschrieben ist, ist vom eigentlichen Signaturvorgang entkoppelt. Für Nutzer stellt er häufig einen Medienbruch dar, da der Prozess unterbrochen werden muss, um sich vor Ort bei einer Identifikationsstelle auszuweisen. Der Smart Registration Service integriert verschiedene Identifikationsverfahren, aus denen Nutzer das für sie passendste auswählen können. Dazu gehören das Videoidentifikationsverfahren, bei dem ein Nutzer sich per Kamera mit dem Ausweis identifiziert, oder das Bankidentifikationsverfahren, das die Identität anhand eines online Bank-Logins bei der Hausbank feststellt oder auch die eID Authentisierung, bei welcher sich der Nutzer mittels Chip auf dem Personalausweis und seinem Smartphone identifiziert.

Kunden erhalten im Rahmen eines Vertragsabschlusses über das Kundenportal eine Auswahl der bereitgestellten Partnerlösungen zur Identifikation, die alle von Swisscom Trust Services als One-Stop-Shop bereitgestellt werden. Anhand einer URL werden sie daraufhin direkt zum Partner weitervermittelt, der die Identifikation und Festlegung der Authentifizierung durchführt. Die Ergebnisse werden direkt verschlüsselt an den Smart Registration Service von Swisscom Trust Services gesendet. Bei zukünftigen Abschlüssen wird dann über den Service geprüft, ob der Kunde bereits registriert ist und er wird zum Signaturvorgang weitergeleitet, wo er sich nur noch anhand der vorab gewählten Zwei-Faktor Authentisierung authentifizieren muss. Der Smart Registration Service ist zudem beliebig um weitere Identifikationslösungen erweiterbar.

Flexibilität und Nutzerfreundlichkeit

Für Nutzer ergeben sich daraus zwei wesentliche Vorteile: Sie erhalten zum einen eine Auswahl verschiedener Identifikationsmethoden, aus denen sie die für sie präferierte und passende Methode auswählen können. Eine Videoidentifikation ist beispielsweise nicht von überall aus möglich, da es eine genügende Bandbreite voraussetzt und unpassend für öffentliche Räume ist, wie z.B. während einer Zugfahrt. Hier kann eine Bankidentifikationsmethode vorteilhaft sein. Ein anderer Vorteil ist das mehrfache Signieren über Monate hinweg, ohne sich neu identifizieren zu müssen. Anhand einer ausgewählten Authentifizierungsmethode, beispielsweise ein Bestätigungscode per SMS an die hinterlegte Mobilnummer oder einer Authentifizierungsapp mit Fingerprint oder FaceID, kann er künftig in einem Prozess die bereits registrierte Identität erneut nutzen.

Unternehmen profitieren davon, verschiedene Verfahren in ihren Signatur-Service einzubinden und damit eine breite Abdeckung an Identifikationsmöglichkeiten zu erreichen. Eine Transformation von der handschriftlichen zur elektronischen Signatur ist nur dann möglich, wenn auch alle möglichen Unterschriftenpartner auf die eine oder andere Weise identifiziert werden können. Swisscom Trust Services bietet außerdem an, eine eigene regulatorisch und gesetzlich konforme Identifikationsmöglichkeit einzubinden. Vertragsabschlüsse werden nach der Registrierung wesentlich schneller abgewickelt, da nur noch eine 2-Faktor Authentisierung notwendig ist. Banken sind beispielsweise nicht mehr gezwungen, für verschiedene Verträge, z.B. Kreditvertrag, Zustimmung zur Datenverarbeitung, etc. mehrfache Identifikationen durchzuführen.

Neueste Artikel

D-TRUST wurde von der gematik GmbH beauftragt, den sogenannten Schlüsselgenerierungsdienst 2 (SGD2) für die ePA als Dienst der Telematikinfrastruktur (TI) für die elektronische Gesundheitskarte aufzubauen und zu betreiben. „Als…
Am 18. Februar hat der Europäische Datenschutzausschuss (EDSA) einen gemeinsamen Antwortbeitrag zur Evaluierung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) beschlossen. Die Europäische Kommission hatte den EDSA um einen Beitrag zum Evaluierungsverfahren gebeten….
Seit seiner Veröffentlichung 2016 hat sich der „Cloud Computing Compliance Criteria Catalogue“ (C5) des BSI zum etablierten und vielfach national und international umgesetzten Standard der Cloud-Sicherheit entwickelt. Da Cloud-Techniken…

Kommentar oder kurze Frage loswerden?

Kein problem!

  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.