Vivid Money startet in Deutschland

Vivid Money, eine mobile Finanzplattform für Banking, Sparen und Investieren mit Sitz in Berlin, ist am 8. Juni in Deutschland gestartet. Über die Vivid Money App können Kunden ein Konto eröffnen und ihre Finanzen intuitiv über das Smartphone verwalten. Zusätzlich erhalten sie kostenlos eine anonymisierte Visa-Debitkarte aus Metall mit EMV-Chip und Kontaktlos-Funktion für sichere Zahlungen und Geldabhebungen.
Deutschland ist zunächst der einzige Markt, in dem Vivid Money verfügbar sein wird. Eine Expansion in weitere europäische Lander ist geplant.

Vivid Money bietet den Kunden zwei Kontomodelle. Sie können zwischen dem kostenlosen Konto Vivid Standard sowie der Premiumversion Vivid Prime für 9,90 Euro im Monat wählen, wobei die ersten drei Monate für alle kostenlos sind und jeder Kunde bei Registrierung auch die kostenlose Metall-Visa-Debitkarte erhält. Diese kommt ohne Identifizierungsdaten aus: keine Kartennummer, kein Ablaufdatum, keine Prüfnummer. Diese Daten sind sicher in der App gespeichert und schützen die Kunden so bei Kartenverlust. Zusätzlich können sich Kunden jederzeit eine neue Kreditkartennummer samt Ablaufdatum und Prüfcode erstellen und mit der Karte verbinden. Für Zahlungen am POS steht zunächst Google Pay zur Verfügung; Apple Pay soll bald folgen.
Kern der Produkte von Vivid Money ist die intuitive Bedienung der App, aus der verschiedene Leistungen in Anspruch genommen werden können. Dazu zählen die sogenannten Money Pockets: kostenlose Unterkonten mit eigener IBAN, um Geld für bestimmte Zwecke zu sparen. Per Drag-and-Drop lassen sich Geldbetrage in einzelne Pockets verschieben. Dabei können Pockets nicht nur mit Euro, sondern in mehr als 100 unterschiedlichen Währungen befüllt werden. Bereits vor dem eigentlichen Einsatz der Fremdwährung, können Vivid-Nutzer ihr Geld zum Live-Kurs gebührenfrei wechseln. Die eigene Visa-Debitkarte kann zudem allen Pockets per Drag-and-Drop zugeordnet werden. Zusätzlich wird beim Bezahlen in fremder Währung automatisch das passende Unterkonto gewählt und der Betrag dort abgezogen – ohne Wechselkursgebühren.

Zudem plant Vivid Money, dass Kunden von den Pockets aus mit wenigen Klicks überwiegend kostenlos in Aktien und ETFs investieren können. Die Kunden können außerdem ein Cashback-Programm nutzen – mit bis zu 10 Prozent Cashback auf den Kartenumsatz, maximal 20 Euro im Monat.

Hinter der Vivid Money GmbH steht die russische TCS Group Holding (Tinkoff Credit Systems).
Artem Yamanov, Mitgründer von Vivid Money: „Wir befinden uns in einer Zeit, in der Menschen gar keine oder teilweise sogar negative Zinssätze für ihre Einlagen erhalten und hohe Transaktionskosten zahlen. Außerdem leiden sie unter einem schlechten Service beim Banking und Investieren. Mit Vivid Money möchten wir das ändern.“

Für die Bereitstellung der Leistungen arbeitet Vivid Money mit der solarisBank zusammen, die die Banking-Infrastruktur zur Verfügung stellt, sowie mit Visa als exklusivem Payment-Technologie Partner für Europa.
Roland Folz, CEO der solarisBank: „Mit ihrem Produkt und dem Vertrauen auf unsere Banking-as-a-Service-Plattform sehen wir Vivid Money gut gerüstet, den europäischen Banking-Markt zu erobern. Dank unseres modularen Ansatzes und einer leicht zu integrierenden, skalierbaren Infrastruktur verkürzen wir die Markteinführungszeit erheblich und ermöglichen Vivid Money ein attraktives Portfolio und schnelles Wachstum.“
Albrecht Kiel, Regional Managing Director Central Europe bei Visa. „Das Zahlungsverhalten in Deutschland verändert sich derzeit rasant, denn Verbraucher wollen zunehmend digital bezahlen – mobil und kontaktlos. Deshalb kommt die Einführung der ‚mobile first‘ Visa Debit Karte von Vivid genau zum richtigen Zeitpunkt.“

Dieser Artikel wurde von Frank Braatz (Mitglied des Programmbeirats der ProfitCard) in der SOURCE 06/2020 veröffentlicht.

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