7 Mythen zum mobilen Bezahlen

Mythos 1: Mobiles Bezahlen wird nur ein Männerthema bleiben
Aktuell ist die Anzahl der männlichen Mobile-Payment-Nutzer im Vergleich zu den Frauen in der Tat dreimal so hoch. Allerdings gibt jede fünfte Frau (20 %) an, das Bezahlen per Smartphone, Smartwatch oder Wearable noch innerhalb des nächsten Jahres ausprobieren zu wollen. Bei den Männern ist der Anteil nur leicht höher (26 %).

Mythos 2: Mobiles Bezahlen funktioniert nur mit Handyempfang
Nicht einmal jeder dritte Deutsche weiß, ob mobiles Bezahlen eigentlich Netzempfang voraussetzt – 41 % sind sogar überzeugt, dass es ohne Empfang gar nicht ginge. Dabei funktioniert mobiles Bezahlen auch ohne mobile Daten. Das Smartphone überträgt die Zahlungsdaten via Nahfunktechnologie (NFC) direkt an das Lesegerät des Händlers – auch dann, wenn eine Kasse in einem Funkloch liegt oder im Einkaufszentrum einmal schlechter Empfang ist.

Mythos 3: Mobiles Bezahlen ist nur was für Nerds
In 5 Jahren wird mobiles Bezahlen alltäglich sein – denkt die absolute Mehrheit der Menschen in Deutschland (69 %). Fast jeder Zweite in Deutschland hat sich bereits mit dem Thema befasst (48 %) – dass sich nur Technik-Nerds für mobiles Bezahlen interessieren, ist also ein Mythos. Noch nutzen rund 6 % der Verbraucher über 18 Jahre mobiles Bezahlen in Deutschland; allerdings sind neue reichweitenstarke Angebote erst seit weniger als einem Jahr am Markt. Die Nutzungstendenz ist stark steigend: zum einen, weil immer mehr Banken mitmachen, zum anderen, weil bereits fast jeder Vierte (23 %) angibt, mobiles Bezahlen innerhalb der nächsten 12 Monate ausprobieren zu wollen. Schon heute wünscht sich rund ein Viertel der Deutschen (24 %), dass auch ihre Bank mobiles Bezahlen anbietet.

Mythos 4: Mobiles Bezahlen ist unsicherer als „normale“ Kartenzahlungen
Fast die Hälfte der Menschen, die bisher nicht mit dem Handy bezahlt, hat Sicherheitsbedenken, wenn es um mobiles Bezahlen geht (47 %). Der Anteil der Skeptiker in Deutschland ist also nahezu genauso groß wie der Anteil derjenigen, die sich noch nie mit dem Thema befasst haben. Und eine Reihe von Mobile-Payment-Mythen lassen sich damit erklären, dass einige Verbraucher noch nicht ausreichend informiert sind.

So denkt mehr als jeder Dritte (35 %), dass mobiles Bezahlen mit hinterlegter Bezahlkarte unsicherer ist als das Bezahlen mit einer physischen Karte. Unter den Millennials (18- bis 35-Jährige) ist der Anteil sogar noch größer (42 %). Doch die Sorge ist unbegründet: Auch mobile Bezahllösungen mit hinterlegter Karte nutzen die sicheren Visa Systeme und Technologien. Das kontaktlose mobile Bezahlen ist damit genauso sicher wie das Bezahlen per Visa Karte. Beim mobilen Bezahlen mit Visa werden keine echten Kartendaten auf dem Endgerät gespeichert, sondern nur eine spezielle von Visa generierte Nummer – ein sogenannter Token –, der nirgends auf dem Gerät aufgedruckt oder aus dem Gerät auslesbar ist. Der Token ist an das Gerät gebunden und kann ausschließlich für das kontaktlose Bezahlen mit genau diesem Smartphone verwendet werden.

Mythos 5: Betrugsopfer bleiben auf den Kosten sitzen
Obwohl sich das Betrugslevel bei Visa auf einem historisch niedrigen Niveau bewegt, befürchten viele Menschen in Deutschland, dass sie Opfer von Betrug werden können, wenn sie digital an der Ladentheke bezahlen. Das Betrugsniveau beim kontaktlosen und mobilen Bezahlen unterscheidet sich dabei nicht vom Betrugsniveau bei Kreditkartenzahlungen mit PIN oder Unterschrift.

Knapp zwei Drittel der Deutschen (62 %) wissen nicht, ob sie beim mobilen Bezahlen auf den Kosten sitzen bleiben, wenn sie doch einmal unschuldig Opfer von Betrug werden sollten. Rund jeder Vierte (24 %) ist sich sogar sicher, dass er bei Betrug selbst haftet. Dabei sind Visa Karteninhaber bei Verlust, Diebstahl oder Betrug durch die geltenden Haftungsregeln ihrer kartenausgebenden Banken geschützt. Damit stehen sie sogar besser da als mit Bargeld, das bei Verlust unwiederbringlich verloren ist.

Bei Haftungsfragen wird kein Unterschied zwischen herkömmlichen und mobilen Zahlungen mit Visa gemacht. Übrigens hat Visa die Haftungsobergrenze auf 0 Euro gesenkt, sodass Karteninhaber bei nicht-autorisierten Zahlungen mit ihrer Karte auch nicht mit einer „Selbstbeteiligung“ haften.

Mythos 6: Beim mobilen Bezahlen landen persönliche Daten beim Händler oder bei Betrügern
Fast die Hälfte der Deutschen (44 %) glaubt, dass sie beim mobilen Bezahlen ihre persönlichen Daten – wie zum Beispiel den Namen – mit den Geschäften teilt, bei denen sie einkauft. Wenn Verbraucher mobil bezahlen, werden sensible Kartendaten jedoch nicht an Händler gesendet. Die Händler erhalten nur einen Token, der keine Rückschlüsse auf die Person zulässt.

58 % der Deutschen (und insbesondere die Millennials mit 65 %) glauben darüber hinaus, dass ihre persönlichen Daten beim mobilen Bezahlen von Dritten unbefugt abgeschöpft werden können. Der Token ist jedoch auch für Betrugsversuche wertlos, da er nicht direkt mit dem Konto verknüpft ist und nur mit dem speziellen Smartphone des legitimen Eigentümers funktioniert, das mit entsprechenden Sicherungsmechanismen ausgestattet ist.

Mythos 7: Beim mobilen Bezahlen erfahren Unternehmen, welche Produkte gekauft wurden
Noch mehr Verbraucher (68 %) glauben, dass Zahlungsunternehmen einen Überblick darüber bekommen, was der Karteninhaber im Einzelnen gekauft hat. Fakt ist, Visa empfängt und überträgt ausschließlich Transaktionsdaten, die weder die Namen der Kunden enthalten noch Informationen über die Produkte, die sie kaufen.

 

Über den Visa Mobile Payment Monitor
In Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut forsa hat Visa im Mai 2019 mit einer repräsentativen Online-Befragung rund 1.800 Verbraucher in Deutschland über 18 Jahre zu ihrer Einstellung zum kontaktlosen, mobilen und digitalen Bezahlen befragt und das Nutzungsverhalten von Mobilzahlern untersucht.

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