The World of Smart ID Solutions
Berlin I 19. – 21. Januar 2026.
Sven Jacob ist seit rund zehn Jahren im Bereich der IT-Sicherheit aktiv. Nach dem Abschluss eines IT-Security-Studiums war er im Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik in den Bereichen Kryptografie und künstlicher Intelligenz aktiv. Seit 2022 arbeitet er im QTEAM der DB Systel GmbH und beschäftigt sich dort mit den Herausforderungen und Lösungen der Post-Quanten-Kryptografie. Aktuell ist er maßgeblich am BMBF-geförderten Projekt QUDIS (Quantensichere Digitale Schiene) beteiligt, in dem die Integration von Post-Quanten-Kryptografie in die Bahninfrastruktur konzipiert und praktisch erprobt wird.
Diese Session widmet sich der Migration zu Post-Quanten-Kryptografie (PQC) und beleuchtet das Thema aus behördlicher, strategischer und praktischer Perspektive.
Dr. Inga Paul vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erläutert, welche Schritte zur Umstellung auf Post-Quanten-Kryptografie notwendig sind. Der Vortrag gibt einen Einblick in nationale und internationale Zeitpläne, bietet einen Überblick über aktuelle Entwicklungen in der Standardisierung und beleuchtet die Aufgaben und Aktivitäten des BSI im Kontext der PQ-Migration.
Darauf aufbauend zeigt Sven Jacob von DBSystel, wie Post-Quanten-Kryptografie im Bahnkonzern in die Praxis überführt wird. Der Vortrag behandelt die technischen und organisatorischen Herausforderungen der Migration auf verschiedenen Ebenen – von strategischen Partnerschaften wie der Bundesquantenallianz über den Aufbau eines umfassenden Kryptoinventars bis hin zur praktischen Erprobung von Post-Quanten-Algorithmen im Operational-Technology-Bereich der Deutschen Bahn. Ziel ist es, einen ganzheitlichen Einblick in die Schritte und Erfahrungen auf dem Weg zur Quantenresilienz zu geben.
Abschließend veranschaulicht Leonie Bruckert von secunet die Vorgehensweise und Herausforderungen der PQC-Migration am Beispiel der Produktfamilie SINA. Der Vortrag gibt Empfehlungen und praxisnahe Tipps zur Migrationsplanung und zeigt zugleich, dass jedes PQC-Migrationsprojekt eine individuelle Herausforderung darstellt.