Im vergangenen Jahr wurde erstmals mehr als die Hälfte der Online-Umsätze in Deutschland über Smartphones und Tablets erzielt. Gleichzeitig werden die sozialen Medien wie Instagram und Facebook zunehmend auch zu Shoppingplattformen. Nach Schätzungen des Handelsverbandes Deutschland (HDE) erziel-te der Online-Handel hierzulande im Jahr 2019 rund 54 Prozent seines Umsatzes über mobile Endgeräte.

Damit einher geht ein Bedeu-tungszuwachs der meist auf Smartphones oder Tablets genutzten sozialen Medien. Die immer größere Rolle für den Onli-ne-Handel zeigen aktuelle Zahlen des HDE-Online-Monitor-Newsletters im Februar: Demnach sind in der Gruppe der 14 bis 19-Jährigen bereits drei von vier Social Media-Nutzern in den so-zialen Medien auf ein Produkt aufmerksam geworden. Am erfolgreichsten funktioniert das bei Instagram, gefolgt von Facebook und Pinterest. Insgesamt wurde bei zwei Dritteln dieser potenziel-len Kunden schlussendlich ein Kauf ausgelöst. Hierbei sind Instagram und Facebook, aber auch YouTube die treibenden Kanäle.

Mittlerweile hat jeder zweite deut-sche Instagram-Nutzer (20 – 69 Jahre) die Shopping-Funktion bereits bei Instagram gesehen. In der jungen Zielgruppe kennen sie sogar drei von vier. Angeklickt hat sie jeder fünfte (20 – 69 Jahre), bei den Jüngeren jeder dritte (14 – 19 Jahre) Instagram-Nutzer. Die Mehrheit der Nutzer der Shop-ping-Funktion (mit oder ohne tatsächlichen Kaufabschluss) bewertet sie als nützlich.

Stephan Tromp, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des HDE: „Soziale Medien verändern den Online-Handel und die Anforderungen der Kunden nachhaltig. Bequemlichkeit und Schnelligkeit werden damit noch wichtiger.“
Die Umfrage hat das IFH Köln im Auftrag des HDE durchgeführt.

Dieser Artikel wurde von Frank Braatz (Mitglied des Programmbeirats der ProfitCard) in der SOURCE 03/2020 veröffentlicht.

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