ENISA analysiert Top Cyber-Bedrohungen im Threat-Landscape-Report 2013

Laut dem Threat-Landscape-Report 2013 haben erhebliche Änderungen und herausragende Erfolge ihren Einfluss im Cyber Bedrohungsumfeld hinterlassen. Sowohl positive als auch negative Entwicklungen haben das Bedrohungsumfeld 2013 geprägt. Folgende Trends wurden ausgemacht:

Negative Trends 2013:

  • Bedrohungsagenten haben die Feinheit ihrer Attacken und ihrer Werkzeuge verbessert.
  • Es ist klar, dass Cyberaktivitäten nicht nur Gegenstand für einige wenige Staaten ist. In der Tat wurde in verschiedenen Staaten die Kapazität entwickelt, sowohl Regierungsziele als auch private Nutzer zu unterwandern.
  • Cyber-Bedrohungen sind nun auch im Mobilbereich zu finden: Angriffsstrukturen und –werkzeuge, die vor wenigen Jahren entwickelt wurden und PCs im Visier haben, sind nun in das mobile Ecosystem gewandert.
  • Zwei neue digitale Schlachtfelder haben sich entwickelt: Big Data und das Internet der Dinge.

Positive Entwicklungen 2013:

  • Einige beeindruckende Erfolge beim Gesetzesvollzug: die Polizei hat eine kriminelle Bande verhaftet, die für einen Polizeivirus verantwortlich ist. Der Betreiber der Internetseite „Silk Road“ und auch die Entwickler und Betreiber von „Blackhole“, dem bekanntesten Ausbeutungs-Bausatz, wurden ebenfalls festgenommen.
  • Die Qualität und der Anzahl der Berichte und der Daten bezüglich Cyber-Bedrohungen haben zugenommen.
  • Lieferanten haben an Schnelligkeit bei der Absicherung ihrer Produkte zugelegt.

Als Top Bedrohungen und Bedrohungs-Trends wurden identifiziert: 1. Drive-by-Downloads, 2. Worms/Trojaner und 3. Codeinfizierungen. Zur gesamten Tabelle:

Als offene Themen nennt der Bericht:

  • Die Endnutzer besitzen noch zu wenig Hintergrundwissen und müssen daher aktiv involviert werden. Die Annahme einfacher Sicherheitsmaßnahmen durch Endnutzer würde die Anzahl von Cybervorfällen weltweit um 50% reduzieren!
  • Eine Vielzahl von Akteuren arbeitet an überschneidenden Themen und Bedrohungsinformationen und –analysen. Eine weiterführende Koordination der Informationssammlung, Analyse, Beurteilung und Bestätigung unter den involvierten Parteien ist nötig.
  • Schnellere Bedrohungseinstufungen und deren Verbreitung durch die Reduzierung von Erkennungs- und Bewertungszyklen sind nötig.

Der Geschäftsführer der ENISA, Professor Udo Helmbrecht, kommentierte:  „Diese Bedrohungsanalyse stellt unabdingbare Informationen für die Cybersicherheits-Community zur Verfügung, in Bezug zu diesen Top Bedrohungen im Cyberraum, die Trends und wie Gegner ihre Attacken durch diese Bedrohungen vorbereiten.“

www.enisa.europa.eu

Zum vollen Bericht
Hintergrundinformationen: EU Cyber Security Strategy

Neueste Artikel

Ein neuer Digitaler Ausweis-Service ermöglicht die vollautomatisierte Identifikation und Legitimierung von Sparkassen-Kunden innerhalb kürzester Zeit. Entwickelt wurde der Service von der S-Markt & Mehrwert. Die Pilotierung und Einführung wird…

Der Vorsitzende des IT-Planungsrates und der Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes sowie die Geschäftsführer von Bank-Verlag und Governikus vereinbaren intensiven Informationsaustausch der beiden Branchen.

…
Nach der Hauptversammlung vom 29. April 2019 berief der Aufsichtsrat auf seiner Sitzung am 9. Mai Massimo Sarmi zum Vizepräsidenten des Aufsichtsrats. Zugleich wurde Nicola Cordone als Vorstandsvorsitzender (CEO) des…