Bundesdruckerei fördert Einstein Center in Berlin

Zudem stellt die Bundesdruckerei dem Einstein Center zwei neue Lösungen für die sichere Digitalisierung „made in Germany“ zur Verfügung: die Zutrittsplattform GoID und den sicheren Cloudspeicher Bdrive. Die hochsichere GoiD-Karte mit integriertem Kryptochip und Fingerabdrucksensor ist ein multifunktionaler Firmenausweis und Teil einer Plattform: Sie ermöglicht den physischen Zutritt und Zugang zu IT-Systemen, System-Komponenten und Netzen von Organisationen. Weitere Funktionen können integriert werden, etwa das benutzerfreundliche Verschlüsseln, Bezahlen, digitale Unterschreiben oder die Maschinenfreigabe. „GoID verknüpft die Sicherheit der realen Welt mit der Sicherheit in der digitalen Welt und ist quasi die Eintrittskarte in die digitale Zukunft“, so Hamann. Die sensiblen biometrischen Daten verlassen das Dokument nicht: Die Fingerabdruckdaten werden im Dokument selbst geprüft – dieses so genannte „Verification on Card“ stellt die informationelle Selbstbestimmung des Nutzers jederzeit sicher.

Damit die Forscher am Einstein Center ihre erzeugten Daten sicher speichern, schnell und komfortabel teilen sowie gemeinsam bearbeiten können, können sie den Cloudspeicher Bdrive nutzen. Bdrive führt einen neuen Standard für Sicherheit und Vertraulichkeit in der Cloud ein. Die Cloud-Speicherlösung nutzt erstmals das Sicherheitskonzept RAIC („Redundant Array of Independent Clouds“), das sich an dem in der Datenspeicherung bekannten RAID-Prinzip orientiert. Bdrive verschlüsselt die zu speichernde Datei am Client-Rechner, erzeugt einzelne Datenpäckchen und verteilt diese in der Regel auf fünf kommerzielle Cloud-Speicherdienste. Beim Zugriff werden die einzelnen Fragmente wieder zur Originaldatei zusammengefügt. Da die Daten in redundanter Form abgelegt sind, führt auch der Ausfall mehrerer Speicherdienste zu keinem Datenverlust. Eine starke Ende-zu-Ende-Verschlüsselung mit Mehrfaktor-Authentifizierung ermöglicht nur Befugten den Zugriff auf die Daten. Im Sinne von „Security by Design“ wird der Fokus auf hohe Sicherheitsanforderungen und die Benutzerfreundlichkeit gelegt.

Die Bundesdruckerei hat ein großes Forschungsnetzwerk. So untersucht beispielsweise das Design Research Lab der Universität der Künste Berlin, wie Sicherheitstechnologien benutzerfreundlicher werden können. An der Freien Universität Berlin finanziert die Bundesdruckerei seit 2014 eine Gastprofessur mit dem Schwerpunkt Identitätsmanagement. Mit dem Hasso-Plattner-Institut in Potsdam wurde 2015 das Secure Identity Lab eröffnet. Dort untersuchen junge Forscher, wie der Missbrauch und Diebstahl von Digitalen Identitäten unterbunden werden kann und Interaktionen im Internet so sicherer werden.
Die Bundesdruckerei setzt seit Jahrzehnten auf Forschung und Entwicklung. In der Bundesdruckerei-Gruppe sind knapp 300 Erfinder aktiv. Es werden etwa 100 Erfindungen pro Jahr zum Patent angemeldet. Derzeit verfügt das Unternehmen über rund 3.200 nationale und internationale Patente und Patentanmeldungen.

bundesdruckerei.de

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