Cyber-Angriffswelle Petya – Bedrohung größer als bekannt

Dazu erklärt BSI-Präsident Arne Schönbohm: „Wir beobachten hier, ähnlich wie im Fall WannaCry, dass die Täter über die gleichen Verbreitungswege weitere Schadsoftware verteilt haben, die sich im Gegensatz zu Verschlüsselungstrojanern nicht sofort bemerkbar machen. Ihr Schadenspotential ist dabei allerdings mindestens ebenso hoch. Unternehmen sind daher aufgefordert, Cyber-Sicherheit auch ohne akuten Anlass als Voraussetzung einer erfolgreichen Digitalisierung zu begreifen und IT-Sicherheitsmaßnahmen konsequent umzusetzen.“

Dem BSI liegen zudem Informationen vor, die deutlich machen, dass die von Petya betroffenen Firm erhebliche Anstrengungen unternehmen müssen, um zum Teil kritische Geschäftsprozesse wiederherstellen zu können.

„In einigen Unternehmen in Deutschland stehen seit über eine Woche die Produktion oder andere kritische Geschäftsprozesse still. Hier entstehen Schäden in Millionenhöhe und das bei einem IT-Sicherheitsvorfall, bei dem Deutschland im Grunde mit einem blauen Auge davon gekommen ist“, so Arne Schönbohm. „Wir müssen die Resilienz gegen Cyber-Angriffe in Deutschland weiter konsequent erhöhen und Informationssicherheit mit höchster Priorität behandeln.“

bsi.bund.de

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