Informationsforum RFID warnt vor Zwang zur Deaktivierung von RFID-Transpondern

Besorgt reagieren die Wirtschaftsunternehmen auf Forderungen, im Einzelhandel eine Pflicht zur standardmäßigen Deaktivierung für alle oder auch nur einen Teil der auf Konsumgütern eingesetzten RFID-Transponder einzuführen. Die Geschäftsführerin des Informationsforums RFID, Dr. Andrea Huber betonte, eine solche Zwangsdeaktivierung werde negative Konsequenzen für weitere Entwicklungen im Zusammenhang mit Transpondern auf Konsumgütern haben. Großes Potenzial liege zum Beispiel in der beleglosen Garantieabwicklung, zusätzlichen Verbraucherinformationen oder der Entwicklung intelligenter Haushaltsgeräte. Ein Missbrauch von Daten durch den Einsatz von RFID, dem mit derartigen Maßnahmen begegnet werden müsste, sei bei der derzeitigen Verbreitung und Art der Anwendungen im Einzelhandel nicht zu befürchten. „Es wäre ein fatales Signal, wenn durch solche Regelungen die weitere Verbreitung der RFID-Technologie beeinträchtigt würde“, so Huber. Als verbraucherfreundliche Lösungen schlägt Huber stattdessen die Nutzung von Logos zur Kennzeichnung eines RFID-Einsatzes oder eine Deaktivierung von RFID-Transpondern im Einzelhandel auf Wunsch des Kunden vor. Huber verweist darauf, dass das bestehende Datenschutzrecht alle heute bekannten RFID-Anwendungen erfasse, soweit sie personenbezogene Daten verarbeiten. Die Verbraucher seien somit umfassend geschützt. Technologiespezifische weitere Regelungen hätten keinen Mehrwert, sondern würden dem IT-Standort Deutschland schaden. Sollten sich die Forderungen nach einer Verpflichtung zur standardmäßigen Deaktivierung durchsetzen, seien Auswirkungen auf die weitere Entwicklung von RFID-basierten Anwendungen und Dienstleistungen in ganz Europa, das sich eine starke Position bei der Entwicklung und Anwendung der RFID-Technologie erarbeitet habe, zu erwarten. Huber befürchtet für diesen Fall negative Folgen für die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft im Vergleich zu den USA und Asien, wo RFID als wichtige Zukunftstechnologie stark gefördert wird. presse@info-rfid.de www.info-rfid.de 

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