Interoperabilitätsstandard für elektronische Signaturen erarbeitet

Damit wurde weltweit der Weg zum interoperablen Einsatz elektronischer Signaturen frei gemacht. Im Juni 2004 wurde die aktuelle Version ISIS-MTT 1.1 vorgestellt, die allen Anwendungsentwicklern nicht nur konkrete Vorgaben zur Implementierung von Signatur- und Verschlüsselungsverfahren bietet, sondern bei der erstmals die Interoperabilität durch das zugehörige Testbed praktisch überprüfbar wird. Mit dem ISIS-MTT-Siegel ist Deutschland Vorreiter bei der Ausbreitung des elektronischen Geschäfts- und Rechtsverkehrs. Es wurde ein Markenzeichen geschaffen, das den Anwendern für Dienste und Produkte rund um die elektronische Signatur Standardkonformität und Interoperabilität garantiert und ein hohes Maß an Rechtssicherheit ermöglicht. Die uneingeschränkte Interoperabilität zwischen Signaturanwendungen auch unterschiedlicher Sicherheitsanforderungen soll die Grundlage bilden, um die bisherigen Insellösungen zu einer Gesamtlösung zusammenzuführen. Einmal erworbene Signaturanwendungen und Zertifikate können überall im elektronischen Geschäftsverkehr für Kommunikation, Interaktion und Transaktion mit beliebigen Partnern im staatlichen, kommerziellen und privaten Bereich genutzt werden. Standardisierungsinitiativen wie SAGA und OSCI bauen auf den Vorgaben auf. Auch das Bündnis für elektronische Signaturen setzt bereits jetzt voll auf ISIS-MTT. Als Prüflabore haben sich TÜV-IT, T-Systems und Secorvo Security Consulting qualifiziert. Im Bereich der Zertifikatsdienste haben Anbieter wie die Datev e.G., Microsoft, Entrust und Nexus die umfangreichen Konformitätstests bereits erfolgreich bestanden. Staatssekretär Dr. Alfred Tacke: „“Ich erwarte, dass dadurch die Akzeptanz von E-Government- und E-Business-Lösungen deutlich erhöht wird. Dies ist ein wesentlicher Schritt für den breiten Durchbruch beim rechtsverbindlichen elektronischen Geschäftsverkehr““. info@teletrust.de www.isis-mtt.org www.bmwa.bund.de 

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