Mastercard und Visa: Payment per Fitness-Smartwatches

Kiki Del Valle, Senior Vice President für den Bereich Commerce for Every Device bei Mastercard: „Konsumenten erwarten heute Technologien, die sie mit so wenigen Schritten oder Klicks wie möglich bei alltäglichen Aufgaben unterstützen. Indem wir Fitbit-Geräte mit einer Zahlfunktion ausstatten, können Mastercard Karteninhaber unterwegs einfach und ohne ihr Portemonnaie einkaufen.“

Jim McCarthy, Executive Vice President für Innovationen und strategische Partnerschaften bei Visa Inc.: „Die Zusammenarbeit mit Fitbit und dem neuen Fitbit Pay-Service ist ein weiterer Schritt, um das Internet der Dinge voranzutreiben. Sie ist ein Beispiel dafür, wie Visa Technologieunternehmen dabei hilft, in Richtung einer bargeldlosen Zukunft zu steuern.“

Auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) Ende August in Berlin hat Garmin die neue vivoactive Smartwatch vorgestellt – ebenfalls mit Kontaktlos-Zahlungsmöglichkeit per Mastercard oder Visa. Garmin-Nutzer speichern ihre zahlungsrelevanten Daten in der Garmin Connect App (erhältlich in den Apple und Android App Stores), indem sie ihre Karte scannen oder die Daten manuell eingeben. Sobald sich die App mit der Smartwatch synchronisiert hat, ist die Karte einsatzbereit. Nun kann der Nutzer seine Wallet zum Bezahlen über das Navigationsmenü aufrufen und die Smartwatch an ein kontaktloses Terminal halten.

Ermöglicht werden die Transaktionen mit Fitbit Ionic und Garmin vivoactive 3 durch den Mastercard Digital Enablement Service (MDES) und durch den Visa Token Service. Um das Bezahlen mit einem möglichst hohen Sicherheitsniveau zu ermöglichen, wird anstelle der 16-stelligen Kartennummer eine alternative Nummer oder „Token“ generiert. Der Token unterscheidet sich von der Kartennummer und ist auch nicht zur Durchführung einer Transaktion mit einem anderen Gerät einsetzbar. Mit Tokens lassen sich Zahlungen durchführen, ohne dass Bank- oder Kreditkartendaten offengelegt werden müssen.

Banken, die MDES implementiert haben, können nun mit MDES Express ihren Karteninhabern Bezahllösungen mit verschiedensten Devices anbieten. MDES Express ist Teil des Mastercard Commerce for Every Device-Programms, mit dem sich Hersteller unterschiedlicher IoT-Geräte (Internet of Things, Internet der Dinge) mit der MDES Plattform bei Mastercard verbinden. Bilaterale Verträge zwischen Herstellern und Kartenherausgebern entfallen dadurch.

Die Garmin vívoactive 3 nutzt als eines der ersten Angebote das Visa Ready for Tokenization Programm über den TSP Programmpartner Fit Pay. Das Visa Ready for Tokenization Program bietet den Partnern Zugang zu Tools und Services von Visa – einschließlich des Visa Token Service. So wird die Einbettung von sicheren Bezahlmöglichkeiten in vernetzten oder mobilen Geräten gleichzeitig beschleunigt und vereinfacht.

Laut der aktuellen Umfrage „Wie werden wir zahlen“, die im Auftrag von Visa durchgeführt wurde, möchte die Mehrheit der Verbraucher ihre alltäglichen Einkäufe mit Wearables sicher und reibungslos bezahlen. Zudem kaufen Besitzer von Wearables über alle Produktkategorien (Kleidung, Essen, Pflegeprodukte) hinweg mehr als durchschnittliche Konsumenten.

Dieser Artikel wurde von Frank Braatz (Mitglied des Programmbeirats der ProfitCard) in der SOURCE 09/2017 veröffentlicht.

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