RFID für die Leserforschung

Sechs ausgewählte FOCUS-Abonnentenhaushalte mit insgesamt 14 Personen erhielten wie gewohnt die Ausgaben 35–37/2007. Die Hefte waren auf jeder Doppelseite mit einem kleinen RFID-Chip präpariert und wurden dann in einen Magazine Reader eingespannt. Mittels des Magazine Readers wurden die Lesevorgänge jeder Person im Testhaushalt, die in dem Heft gelesen hat, zeitlich genau aufgezeichnet. Erstmals wurden so der Kontakt und die Dauer des Kontaktes mit jeder einzelnen Seite in einem Heft minutiös gemessen. Die Gesamtnutzungsdauer pro Heft, Mehrfachkontakte pro Heft, die Präferenzen für bestimmte Beiträge lassen sich auf diese Weise ermitteln. Insgesamt gibt es aber auch noch eine Reihe von Fehlerquellen, die es in Zukunft zu beheben gilt. So fühlt sich etwa der Leser im Augenblick durch das Lesegerät im üblichen Lesevorgang noch etwas behindert. „Auch wenn es noch einige Hürden zu überwinden gibt, so sind wir doch sicher, dass wir einen Meilenstein in der Printforschung gesetzt haben“, erklärt FOCUS-Geschäftsführer Frank-Michael Müller. Die Technologie zu dem neuen Verfahren haben die beiden Unternehmen RF-iT Solutions aus Österreich und Magellan Technologies aus Australien seit 2003 entwickelt. Verantwortlich für die Durchführung des Experiments bei den Lesern war das Institut MediaMarktAnalysen aus Frankfurt. anna.deisenberg@focus.de www.medialine.de www.focus.de 

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